BoJ-Koeda hält Prüfung der Zinsfolgen für wichtig
· VinciFi Redaktion

Junko Koeda hält eine sorgfältige Prüfung der Wirkung von Zinsänderungen auf Finanzbedingungen, wirtschaftliche Aktivität und Preise für wichtig.**
Im September hob die Bank of Japan ihren Leitzins auf rund 1,25 Prozent an. Gouverneur Kazuo Ueda sagte Anfang Oktober, die Finanzbedingungen blieben trotz der Erhöhung locker und unterstützten weiterhin die wirtschaftliche Aktivität. Die Aussagen von Koeda betreffen damit die Frage, wie sich eine veränderte Geldpolitik nach und nach in der Wirtschaft bemerkbar macht.
Koeda hatte die Folgen höherer Zinsen für Haushalte bereits in einer Rede im Mai angesprochen. Variable Zinssätze seien bei japanischen Wohnungsdarlehen weit verbreitet, erklärte sie. Steigende Zinsen erhöhen demnach die nominalen Zinszahlungen. Für die Prüfung der kumulativen Wirkung ist relevant, wie sich solche Belastungen über die Zeit auf das Verhalten der Haushalte auswirken.
Auch die Preisentwicklung gehört zu den Faktoren, die die BoJ beobachtet. Japans Großhandelspreise lagen im September 6,8 Prozent über dem Vorjahresmonat; der Anstieg hatte sich gegenüber dem Vormonat verlangsamt.
Eine Umfrage der BoJ zeigt zudem, dass im September 88,6 Prozent der japanischen Haushalte innerhalb eines Jahres mit steigenden Preisen rechneten. Das ist ein weiterer Messwert zur Preiswahrnehmung der Haushalte, neben den tatsächlichen Großhandelspreisen.
Die geldpolitische Kommission der BoJ tagt als Nächstes am 29. und 30. Oktober. Für diese Sitzung will die Notenbank neue vierteljährliche Wachstums- und Inflationsprognosen vorlegen.