Berichte: Iran soll LPG trotz US-Blockade exportiert haben

· VinciFi Redaktion

Berichte: Iran soll LPG trotz US-Blockade exportiert haben

Berichten zufolge hat Iran seit Juli 4,1 Millionen Barrel Flüssiggas auf mindestens acht Tankern ausgeführt, obwohl die US-Seeblockade gilt. Kpler zufolge sanken Irans Rohölexporte im September zugleich auf null, während LPG-Ladungen weiter unterwegs waren.**

Ein separater Transport iranischen Kerosins erreichte Berichten zufolge Myanmar. Einige LPG-Ladungen waren wahrscheinlich für China bestimmt.

Die Blockade wurde am 14. Juli wieder aufgenommen. Bis zum 5. Oktober hatte das US-Militär nach eigenen Angaben 130 Handelsschiffe umgeleitet. Am 8. Oktober verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen 17 Schiffe, die iranisches Rohöl, Erdölprodukte oder petrochemische Produkte transportiert hatten.

Tracking zählt Ausfuhren unterschiedlich

Auch die Schiffsbeobachtung von UANI zeigt, wie stark die erfassten Ausfuhren zurückgingen. Die Organisation zählte im Juli 966.133 Barrel pro Tag, im August 49.677 und im September 50.789. Dabei zählt sie eine Ausfuhr erst, wenn ein Schiff die von den USA festgelegte Blockadelinie passiert, nicht schon beim Verladen. Diese Zahlen lassen sich deshalb nicht unmittelbar mit den seit Juli gemeldeten 4,1 Millionen Barrel LPG gleichsetzen.

Das US-Finanzministerium nannte einzelne Tanker, die iranische Ladungen nach Asien gebracht haben sollen. Der LPG-Tanker G Spring habe seit 2021 mehr als eine Million Barrel iranisches Flüssiggas nach China transportiert. Diese Angabe beschreibt frühere Transporte des Schiffs und belegt nicht, dass es zu den mindestens acht Tankern der aktuellen Berichte gehört.

Für Energiemärkte ist entscheidend, wie viel Flüssiggas die Beschränkungen tatsächlich erreicht. Anhaltende Lieferungen könnten den Angebotsdruck bei LPG dämpfen; strengere Kontrollen könnten den Transport dagegen erschweren. Bei Rohöl zeichnet Kpler für September ein anderes Bild: Die iranischen Exporte sanken auf null.

CENTCOM beschrieb die Blockade am 5. Oktober als laufend und meldete, das 130. Handelsschiff umgeleitet zu haben. Das US-Außenministerium erklärte, die Maßnahmen sollten Iran daran hindern, seine Schattenflotte für Erdöltransporte und zur Umgehung von US-Sanktionen zu nutzen.

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