Bericht: Trump-Regierung erwog Iran-Angriff
· VinciFi Redaktion

Ein Bericht besagt, dass die Trump-Regierung zuletzt einen Angriff auf Iran erwogen hat. Eine Freigabe ist damit nicht belegt; neue Spannungen könnten Öl- und Finanzmärkte verunsichern.**
Die US-Regierung hatte laut weiteren Berichten verschiedene Einsatzoptionen für Iran vorbereitet. Dazu gehörten Angriffe auf militärische Ziele und der mögliche Einsatz einer besonders schweren Bombe. Die Pläne sollten greifen, falls Präsident Donald Trump den Befehl erteilt. Das beweist jedoch nicht, dass ein Angriff beschlossen oder unmittelbar angeordnet war.
Noch am 17. Oktober hieß es in einem weiteren Bericht, Trump habe keine Entscheidung getroffen. Die Berichte zeichnen damit ein Bild militärischer Vorbereitung, aber keiner bestätigten Freigabe. Auch die Behauptung, die Regierung sei einer Genehmigung sehr nahe gekommen, ist bislang als Bericht über interne Vorgänge einzuordnen. Die unterschiedlichen Angaben machen den Stand der Überlegungen schwer einschätzbar.
Der mögliche Schritt steht im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran. Iran hat für den Fall eines US-Angriffs mit Vergeltung gedroht. Damit könnte eine neue Attacke nicht auf den unmittelbaren Einsatz beschränkt bleiben, sondern weitere Reaktionen in der Region auslösen. Für Märkte wäre besonders wichtig, ob dadurch Energieanlagen oder wichtige Transportwege beeinträchtigt würden.
Der Ölmarkt reagiert bereits auf die allgemeine Unsicherheit in der Region. Am 20. Oktober stieg Brent laut einem Marktbericht um 1,46 Prozent auf 111,20 US-Dollar je Barrel; als Hintergrund nannte der Bericht die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Der Preisanstieg belegt nicht, dass Händler konkret mit einem US-Angriff rechnen. Er zeigt aber, wie sensibel die Energiepreise auf Risiken für die Versorgung reagieren können.
Die US-Zwischenwahlen sind für den 3. November angesetzt. Berichte über mögliche Angriffe hatten einen möglichen Zeitrahmen vor der Wahl thematisiert; ob Trump militärische Optionen tatsächlich freigibt, bleibt die entscheidende offene Frage. Teheran hat für einen solchen Angriff bereits eine Vergeltung angekündigt.