Australiens Großstadtpreise sinken im September

· VinciFi Redaktion

Australiens Großstadtpreise sinken im September

Der NAB-Index für Australiens Großstädte sank im September um 1,2 Prozent, zum sechsten Monat in Folge. Der Rückgang könnte Neubauprojekte zusätzlich belasten, während die Regierung mehr Wohnraum schaffen will.**

Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang in Sydney und Melbourne. Laut dem am 7. Oktober veröffentlichten NAB Housing Monitor lagen die Wohnpreise dort 8,6 beziehungsweise 7,2 Prozent unter ihren jüngsten Höchstständen. Auch Brisbane, Perth und Adelaide notierten unter ihren Spitzenwerten. Die Angaben beziehen sich auf den NAB-Index für die australischen Hauptstädte.

Höhere Finanzierungskosten drücken zusätzlich auf die Nachfrage. Die Reserve Bank of Australia hob den Leitzins am 29. September um 0,25 Prozentpunkte auf 4,60 Prozent an. Die Zentralbank verwies dabei auf weiterhin hohe Inflation und gestiegene globale Energiepreise.

Steuerregeln ändern sich ab 2027

Auch die Steuerreformen der Regierung betreffen Wohnimmobilien-Investoren. Die Änderungen sind inzwischen Gesetz und sollen ab dem 1. Juli 2027 gelten. Unter anderem wird die steuerliche Verrechnung von Verlusten aus Wohnimmobilien auf Neubauten beschränkt; zudem ändert sich die bisherige Steuerermäßigung auf Kapitalgewinne. Die Reformen zielen darauf, Investitionen stärker in neue Wohnungen zu lenken. Gleichzeitig könnten höhere Zinsen und ein schwächerer Markt die Bereitschaft zu neuen Projekten mindern.

Die Entwicklung betrifft damit auch den Bau, auf den die Regierung für ihr Wohnungsziel angewiesen ist. Der National Housing Accord sieht 1,2 Millionen neue Wohnungen bis Juni 2029 vor. Der zuständige Rat meldete im August Fortschritte: Die vierteljährlichen Genehmigungen lagen 26 Prozent und die Baubeginne 15 Prozent über dem Niveau kurz vor Beginn des Abkommens. Im März waren zudem 244.000 Wohnungen im Bau.

Die jüngsten Genehmigungszahlen zeigen ein uneinheitliches Bild. Im August wurden saisonbereinigt 16.953 Wohnungen genehmigt, 6,1 Prozent weniger als im Vormonat. Ein anhaltender Preisrückgang könnte die Nachfrage nach Neubauten weiter schwächen und den Ausbau des Wohnungsangebots erschweren. Die nächsten Zahlen zu Genehmigungen und Baubeginnen werden zeigen, wie sich das Angebot entwickelt.

Unternehmen in diesem Artikel.

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