Auch Giredestrant zeigt laut Roche bessere Wirksamkeit bei Brustkrebs
· VinciFi Redaktion

Auch Giredestrant zeigt laut Roche bessere Wirksamkeit bei Brustkrebs, was die Bedeutung der Onkologie-Pipeline für den Pharmakonzern unterstreichen könnte.**
Roche bezeichnet das Ergebnis als überlegen. Das Unternehmen will die Ergebnisse beim europäischen Krebskongress ESMO vorstellen.
Für Roche ist der Vergleich relevant, weil er Divarasib gegen bereits zugelassene Behandlungen prüft und damit mehr über seine mögliche Rolle im Therapieverlauf zeigen kann. Die Ergebnisse könnten die Perspektive für den Wirkstoff verändern, falls sie weitere Entwicklungsschritte und eine spätere Zulassung stützen. Eine neue Zulassung folgt aus einem Studienergebnis allein jedoch nicht.
Bei Giredestrant geht es um einen anderen Wirkstoff und eine andere Brustkrebs-Situation. Roche berichtet von einer verbesserten Wirksamkeit der Kombination mit Everolimus bei fortgeschrittenem, ER-positivem Brustkrebs. Die Ergebnisse der Phase-III-Studie evERA sind im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Sie betreffen eine Kombinationstherapie bei fortgeschrittener Erkrankung, nicht die frühen Brustkrebsdaten aus der Überschrift der Roche-Mitteilung.
Für Giredestrant gibt es außerdem einen regulatorischen Schritt in einem anderen Anwendungsbereich: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Roches Zulassungsantrag für ER-positiven Brustkrebs im frühen Stadium angenommen. Eine angenommene Einreichung ist noch keine Zulassung. Divarasib und Giredestrant stehen damit an unterschiedlichen Punkten ihrer Entwicklung: Bei Divarasib rückt der direkte Vergleich mit zugelassenen Lungenkrebsmedikamenten in den Fokus, bei Giredestrant sowohl die veröffentlichten Studiendaten als auch der US-Zulassungsprozess.
Als Nächstes will Roche die Divarasib-Ergebnisse beim ESMO-Kongress präsentieren.