Apple: iPhone-Absatz in Indien unter Druck
· VinciFi Redaktion

Ein Bericht beziffert den möglichen Rückgang von Apples iPhone-Verkäufen in Indien während des Festgeschäfts auf bis zu 30 Prozent. Höhere Preise und eine schwache Resonanz auf Werbeangebote könnten die Nachfrage bremsen und Apples Geschäft in dem Markt belasten.**
Das Standardmodell iPhone 17 mit 256 Gigabyte Speicher kostet in Indien laut einem Branchenbericht inzwischen 99.900 Rupien. Beim Marktstart lag der Preis bei 82.900 Rupien. Der Bericht beziffert den Anstieg auf 20,5 Prozent. Preisbewusste Käufer reagierten zugleich nur schwach auf attraktive Werbeangebote, während Pro-Modelle stärker gefragt waren.
Auch im indischen Smartphone-Markt insgesamt fallen die Festtagsangebote knapper aus. Steigende Kosten für Speicherchips erschweren die Rabatte branchenweit. Diese Entwicklung betrifft den Markt und nicht speziell das iPhone 17.
Omdia schätzt, dass die Smartphone-Auslieferungen in Indien im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 35,8 Millionen Geräte zurückgingen. Das war laut dem Marktforschungsunternehmen der niedrigste Stand für ein drittes Quartal seit zehn Jahren. Omdia nennt höhere Gerätepreise und vorsichtige Konsumausgaben als Belastungsfaktoren. Zudem fiel ein Teil des üblichen Lageraufbaus für das Festgeschäft wegen des späteren Diwali-Termins in den Oktober statt in den September.
Diese Marktdaten beziehen sich auf Auslieferungen aller Smartphone-Anbieter, nicht auf Apples iPhone-Verkäufe. Ein weiterer Bericht führt die schwächere Nachfrage nach dem Standardmodell iPhone 17 auf den höheren Preis zurück. Demnach passt Apple die für Indien vorgesehene Produktion an und will frei werdende Kapazitäten für den Export nutzen. Als Grund dafür nennt der Bericht eine robuste Nachfrage außerhalb Indiens. Eine solche Verschiebung könnte den Effekt auf Apples weltweite Produktion begrenzen.
Für Apple bleibt Indien damit ein möglicher Belastungsfaktor bei einem wichtigen Produkt. Wenn Käufer wegen höherer Preise Käufe verschieben oder auf günstigere Modelle ausweichen, könnte sich das auf den Absatzmix in der laufenden Saison auswirken. Der genannte Rückgang von bis zu 30 Prozent ist eine berichtete Einschätzung zu iPhone-Verkäufen im Festgeschäft; die gesamtindischen Auslieferungszahlen beschreiben einen anderen, breiteren Markt. Die für Indien vorgesehenen Produktionskapazitäten sollen teilweise in den Export fließen.