Al Dasma: Projektil traf Tanker vor Oman am 21. Oktober
· VinciFi Redaktion

Der kuwaitische Tanker Al Dasma wurde bereits am 21. Oktober vor Oman von einem unbekannten Projektil getroffen. Der Vorfall betrifft eine zentrale Route für den Öltransport, während Tankerfahrten bereits stark teurer geworden sind.**
Die Al Dasma befand sich rund 11 Seemeilen westlich von Bukha, Oman, als sie getroffen wurde. Nach Angaben der UK Maritime Trade Operations (UKMTO) brach an Bord ein Feuer aus, das später gelöscht wurde. Das Schiff ging anschließend vor Anker. Die Besatzung blieb in Sicherheit.
Der Vorfall war nicht der einzige Angriff auf einen Tanker in der Region zu dieser Zeit. UKMTO erhielt außerdem den Bericht, dass ein weiteres Schiff am 20. Oktober südöstlich des irakischen Al Faw von einem unbekannten Projektil getroffen worden sei. Die beiden Vorfälle ereigneten sich damit innerhalb von rund sieben Stunden, an unterschiedlichen Stellen des Persischen Golfs.
Die Straße von Hormus ist für den Energiemarkt von besonderer Bedeutung: Vor dem Krieg im Nahen Osten liefen rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gastransports durch die Meerenge. Eine Störung der Passage könnte deshalb Lieferwege und Kosten weit über die Region hinaus berühren.
Hohe Tankerkosten erhöhen den Druck
Die Internationale Energieagentur (IEA) verwies bereits auf stark gestiegene Transportkosten. Bis Mitte Oktober kostete die Verschiffung von Rohöl aus dem Golf nach Asien auf einem großen Tanker mehr als 37 US-Dollar je Barrel. Das war laut IEA mehr als das Fünffache des Niveaus vor Kriegsbeginn.
Für den Ölmarkt kommt es damit nicht allein auf die verfügbare Fördermenge an. Auch sichere und bezahlbare Transportwege zählen: Bleiben Risiken und Tankerkosten hoch, kann das die Kosten der Ölversorgung weiter nach oben treiben.