Relative Stärke allein ist ein Zufall. Erst mit den Gewinnen wird sie ein Signal.
Der Momentum-Screener sucht Aktien, bei denen der Kurs und die Gewinnerwartungen in dieselbe Richtung zeigen. Vier Faktoren mit festen Obergrenzen ergeben einen Score von 0 bis 100, und jeder Punkt lässt sich zurückverfolgen: Du siehst, welcher Faktor wie viel beigetragen hat und welcher den größten Abzug verursacht hat.

Was den Screener von einer Indikator-Liste unterscheidet
Vier Faktoren, feste Obergrenzen, ein Score
Preis und relative Stärke zählen bis zu 40 Punkte, Trendqualität und Risiko bis zu 25, fundamentales Momentum bis zu 30 und Liquidität bis zu 5. Die Score-Zerlegung zeigt jeden Teilwert gegen seine Obergrenze, kein Blackbox-Ranking, sondern eine Rechnung, die du nachvollziehen kannst.
Bewertungsmodelle und Analystendaten dienen der Information und stellen keine Anlageberatung dar.

Fundamentales Momentum aus dem Analystenkonsens
Gewertet werden die Revisionen der Konsensschätzungen für Gewinn je Aktie, Umsatz und freien Cashflow über die letzten sechs Monate, dazu die Ergebnisüberraschungen der zuletzt berichteten Quartale. Der Gewinn je Aktie wiegt dabei am schwersten. Lässt sich ein Teil nicht berechnen, sagt der Screener das, statt die Lücke stillschweigend als Null zu werten.

Schwellen und ein Veto, das auch gute Scores kippt
Ab 70 Punkten gilt ein Titel als recherchewürdig, ab 85 als A-Klasse, und dafür reicht die Gesamtpunktzahl nicht: mindestens 32 von 40 Preispunkten und 20 von 30 Punkten beim fundamentalen Momentum müssen zusammenkommen. Bricht die relative Stärke weg, greift ein Veto, egal wie gut der Rest aussieht.
So funktioniert’s
Vom Gesamtmarkt zur begründeten Shortlist in drei Schritten
- Schritt 01
Mit einer Sammlung starten
Fertige Sammlungen nehmen dir den ersten Filter ab: etwa alle Titel, die Score, Kursstärke und Fundamentaldaten gleichzeitig über der Schwelle haben und kein Veto tragen.
- Schritt 02
Die Score-Zerlegung lesen
Öffne einen Titel und sieh, woher die Punkte kommen. Jeder Faktor steht gegen seine Obergrenze, der größte Abzug wird benannt, und die Einordnung im Sektor steht daneben.
- Schritt 03
In die Tiefenanalyse wechseln
Von dort geht es weiter in die vollständige Unternehmensanalyse: Fundamentaldaten, DCF-Bewertung, Analystenurteile und der KI-Analyst Gandalf.
Häufig gestellte Fragen
- Wie wird der Momentum Score berechnet?
Aus vier Faktoren mit festen Obergrenzen: Preis und relative Stärke (40 Punkte), Trendqualität und Risiko (25), fundamentales Momentum (30) und Liquidität (5). Die Summe ergibt einen Score von 0 bis 100, und die Score-Zerlegung weist jeden Teilwert einzeln aus.
- Was bedeutet die Recherche-Schwelle von 70?
Unterhalb von 70 Punkten lohnt sich die Recherche aus Sicht des Modells nicht. Ab 85 Punkten gilt ein Titel als A-Klasse: zusätzlich müssen mindestens 32 von 40 Preispunkten und 20 von 30 Punkten beim fundamentalen Momentum erreicht sein.
- Wann greift ein Veto?
Wenn die relative Stärke wegbricht. Das Veto gilt unabhängig von der Gesamtpunktzahl: ein Titel kann rechnerisch gut dastehen und trotzdem aussortiert werden.
- Welche Daten stecken im fundamentalen Momentum?
Revisionen der Analysten-Konsensschätzungen für Gewinn je Aktie, Umsatz und freien Cashflow über sechs Monate sowie die Ergebnisüberraschungen der zuletzt berichteten Quartale. Die Zahl der einbezogenen Schätzungen wird je Titel ausgewiesen.
- Ist der Score eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung?
Nein. Der Score beschreibt, was gefunden wurde, nicht was du tun sollst. Er ist ein Ausgangspunkt für eigene Recherche und keine Anlageberatung.
- Was passiert, wenn Daten fehlen?
Der Faktor wird als teilweise bewertet gekennzeichnet und der Grund genannt: etwa wenn sich das Wachstum des freien Cashflows nicht berechnen lässt. Eine Lücke wird nicht als Null durchgereicht.
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